Irgend etwas war anders, als zur letzten Veranstaltung 2011. Aber was?
von Angelika Höppner
An der Wand das große Taxi mit den Fotos der Akteure des Abends und der Tischschmuck mit den vielen Verkehrsschildern, die man auf der Reise mit dem Taxi durch die 4 Jahreszeiten zu beachten hat ...und dann war da noch diese kleine Papierrolle. Durfte man sie schon öffnen? Ja, ich tat es einfach. Sie enthielt eine Botschaft, einen philosophischen Spruch, eine Lebensweisheit. Welch guter Gedanke, seinen Gästen so etwas auf den Heimweg mitzugeben. Einfach zum Durchdenken, zum Nachleben, zum Sich-Dran-Halten. Danke dafür!
Und natürlich Kerzen über Kerzen, die mit ihrem wohligen Flackern immer wieder Behaglichkeit verbreiten und die Gäste wie Künstler in einem besonderen Licht erscheinen lassen.
Wer möchte, kann mit einem kleinen aber köstlichen Essen das Abendbrot zu Hause ersparen und im Kult eine Vielzahl an ständig wechselnden Kreationen genießen.
Gegensätzlich und doch auch wieder harmonisch wurde der Abend von Anne Bergmann und Carsten Krankemann gestaltet. Ohne mich zum Literaturkritiker aufschwingen zu wollen, fiel die in Worte umgesetzte genaue Beobachtungsgabe beider Künstler auf, die einerseits das Publikum zum Schmunzeln brachte, Erinnerungen aus DDR-Zeiten wach rief oder aber ob der Direktheit von Anne bei manchem Gast den Kopf zwischen die Schultern ducken ließ, mit den Augen heimlich zum Nachbarn schielend, wie e r wohl die eben gelesene Frivolität aufgenommen hat.
Ja, und was war denn nun anders als zur letzten Veranstaltung 2011? Draußen war es noch hell und ein Hauch von Frühlingsluft strömte bei jedem Öffnen der Tür zum Gewächshaus herein. Da kann man wohl gut mit dem Taxi losfahren, ein Zelt im Gepäck und die Unbeschwertheit der Jugend genießen....
(von der Red. gekürzt, gesamter Text hier)